Bergamotte – die exotische Stimmungsmacherin unter den Zitrusölen

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Bergamotte – die exotische Stimmungsmacherin unter den Zitrusölen

Bergamotteöl wird aus den Schalen der bitteren, birnenförmigen Bergamotte-Frucht (Citrus bergamia) durch schonende Kaltpressung gewonnen. Die Bergamotte ist eine Kreuzung aus Zitrusfrüchten und Grapefruit – ihre genaue Herkunft ist unklar. Manche vermuten, sie kam über die Kreuzzüge aus dem Orient nach Europa, andere schreiben ihre Reise Christopher Kolumbus zu, der sie möglicherweise von den Kanaren nach Spanien brachte. Ihren Namen verdankt sie der italienischen Stadt Bergamo in der Lombardei.

Die Anbaubedingungen sind anspruchsvoll: Die Pflanze gedeiht vor allem entlang eines nur etwa 100 km langen Küstenstreifens in Süditalien. Kleinere Anbaugebiete finden sich auch an der Elfenbeinküste, in Argentinien und Brasilien. Das Fruchtfleisch der Bergamotte ist zu sauer und bitter zum Essen, doch ihre aromatische Schale liefert ein grünliches bis dunkelbraunes Öl, das nicht nur in der Parfümherstellung (z. B. im berühmten Kölnisch Wasser) und für aromatisierte Tees wie Earl Grey, sondern auch in der Hautpflege und Aromatherapie hochgeschätzt wird.

Frischekick für Körper und Seele

Sein herb-fruchtiger, erfrischender Duft verbindet die belebende Frische von Zitrusölen mit der ausgleichenden Wirkung des Lavendels. Verantwortlich dafür sind Inhaltsstoffe wie Limonene, Linalylacetat und Linalool, die nachweislich Stress reduzieren, das Glückshormon Serotonin fördern und das Stresshormon Cortisol senken. Bergamotteöl kann antibakteriell wirken, Entzündungen lindern und das emotionale Gleichgewicht stärken – ideal bei innerer Unruhe oder dem „Winterblues“.

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Anwendung in der Aromatherapie

Sonnenschein für die Seele

In der Aromatherapie gilt Bergamotteöl als echter Stimmungsaufheller. Sein frischer, leicht blumiger Zitrusduft wirkt wie ein tiefer Atemzug an einem warmen Sommertag am Mittelmeer – er vertreibt düstere Gedanken, löst Anspannungen und schenkt Leichtigkeit. Schon wenige Tropfen in einer Duftlampe oder einem Diffusor reichen aus, um den Raum in eine sanfte Wolke aus Frische und Harmonie zu hüllen. Die enthaltenen Inhaltsstoffe wie Limonene, Linalool und Linalylacetat können nachweislich das Stresshormon Cortisol senken und gleichzeitig die Ausschüttung von „Glückshormonen“ wie Dopamin und Serotonin fördern. So wirkt Bergamotteöl nicht nur beruhigend bei Nervosität und innerer Unruhe, sondern kann auch motivieren und neuen Schwung geben. Besonders in den dunkleren Monaten oder in Phasen von emotionaler Erschöpfung ist Bergamotteöl ein wohltuender Begleiter, der Körper und Geist wieder in Balance bringt.

Ein paar Tropfen in einer Duftöllampe oder einem Raumdiffusor verteilen seinen sonnigen Duft im Raum und bringen „Mittelmeer-Feeling“ ins Zuhause.

Anwendung im Gesicht

Hilfe bei Unreinheiten

Bergamotte-Öl wirkt auch gegen Akne und Pickel. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Das Öl sollte nicht unverdünnt aufgetragen werden, da es allergische Reaktionen, Hautausschlag und Rötungen hervorrufen kann. Verdünne einfach 1-2 Tropfen des Öls mit einem milden Trägeröl (z. B. Mandelöl) oder einer einfachen Hautcreme und trage es auf die betreffenden Stellen auf.

Fototoxizität bei Bergamotte – was du wissen solltest

Bergamotteöl kann natürliche Furocumarine enthalten – Pflanzenstoffe, die in Verbindung mit UV-Strahlung phototoxische Reaktionen auslösen können. Das bedeutet: Trägst du ein nicht furocumarinfrei aufbereitetes Bergamotteöl auf die Haut auf und setzt dich anschließend der Sonne aus, kann es zu Hautreizungen, Rötungen oder Pigmentflecken kommen. In der Aromatherapie und Hautpflege wird daher häufig furocumarinfrei destilliertes Bergamotteöl verwendet, das diese Risiken deutlich reduziert, jedoch den Duft und auch die Wirksamkeit verfälscht. Dieser Grundsatz gilt: Ätherische Öle mit potenziell phototoxischen Bestandteilen immer nur stark verdünnt und am besten abends oder außerhalb direkter Sonneneinstrahlung anwenden.

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DIY-Tipp

Naturparfüm für Roll-On mit Bergamotte und Rose

Nachdem Bergamotte eines unserer Lieblingsölen ist und wir davon nicht genug bekommen, geben wir dir ein DIY-Rezept für ein Naturparfüm für einen Roll-On mit Bergmotte und Rose.

Zutaten für 10 ml Roll-On
• 10 ml Jojobaöl (kaltgepresst, neutral im Duft, lange haltbar)
• 5 Tropfen ätherisches Bergamotteöl
• 3 Tropfen ätherisches Rosenöl
• Optional: 1 Tropfen ätherisches Rosengeranienöl für zusätzliche Blumigkeit

Herstellung
Du brauchst eine saubere 10-ml-Roll-On-Flasche (am besten aus Braunglas oder Violettglas). Jojobaöl mit Hilfe eines kleinen Trichters in die Flasche füllen – etwa ¾ voll. Die ätherischen Öle nacheinander hinzufügen. Flasche mit dem Roll-On-Aufsatz verschließen und sanft schwenken, um die Öle gleichmäßig zu vermischen. 24 Stunden ruhen lassen, damit sich die Düfte harmonisch verbinden.

Schließe die Augen, atme tief ein und lass dich von deinem Naturparfüm sanft umhüllen: Ein Hauch frischer Bergamotte weckt deine Sinne wie ein erster Sonnenstrahl am Morgen, während die zarte Rose dein Herz öffnet und Wärme schenkt. Trage den Roll-On auf deine Handgelenke oder hinter den Ohren auf – so begleitet dich dieser kleine Duftmoment wie eine liebevolle Umarmung durch den Tag.

Bitte benutze ätherische Öle zu keiner Zeit pur, sondern mische ausschließlich wenige Tropfen davon einem fetten Öl bei, sodass die empfohlene Tropfenanzahl nicht überschritten wird. Andere Anwendungsmöglichkeiten eines ätherischen Öls sind natürlich immer auch Duftlampen, Vernebler, Diffusor oder schlichtweg ein Taschentuch als Trägermaterial zur Raumbeduftung, sodass das Öl über deine Atemwege aufgenommen werden kann. Ätherische Öle sind die hochwirksame Essenz einer Pflanze, sei dir daher immer ihrer Wirkkraft bewusst. Für Kinder unter 3 Jahren sind ätherische Öle nicht geeignet.

Citrus bergamia

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